Das Trike – ein Fahrzeugtyp im Portrait

Das Trike – also das motorisierte Dreirad – hat Deutschland zum ersten Mal im Jahre 1979 erreicht. Anfangs galt es als einfach nur als amerikanisches Männerspielzeug. Heutzutage ist es ein mehr oder minder fester Bestandteil des deutschen Straßenverkehrs geworden. Nachfolgend erhalten Sie weitere Informationen zum Trike und seinen Besonderheiten.


Was ist ein Trike?

Einteilung von verschiedenen Fahrzeugtypen
Der Fahrzeugtyp Trike. Hier ein Trike zum mieten in Bardolino am Gardasee.

Ein klassisches Trike ist ein motorisiertes, offenes, von einem Vorderrad und zwei Hinterrädern getragenes Fahrzeug. Es besitzt vorne eine einspurige Achse und hinten eine mehrspurige. Dies hat zur Folge, dass die auf den Lenker wirkenden Querkräfte nicht durch die Neigung des Gefährts ausgeglichen werden. Da das Vorderrad durch eine lange Gabel geführt wird, erinnert der Baustil an den von Choppern. Neben dem klassischen Modell gibt es noch weitere Ausführungen.

Verwandte des Trikes

Das Trike gehört zur Familie der Dreiräder und hat zahlreiche Geschwister: Threewheeler weisen das umgekehrte Trike-Prinzip auf, also zwei Vorderräder und ein Hinterrad. Die vorderen sind meist sehr dünn, sodass der Threeweeler ähnlich kompakt ist wie ein Zweirad. Lastendreiräder sind in vielen asiatischen Ländern beliebt. Das philippinische Trycycle beispielsweise ist dort eines der beliebtesten Transportmittel, bei dem seitlich vom Motorrad ein Gespann befestigt ist, in dem Personen befördert werden können.

Vorgaben in der Straßenverkehrsordnung

Ein fahrendes Trike auf der Autobahn mit Fahrer und Beifahrer
Ein Trike auf der Autobahn

Da es sich beim Trike weder um einen Pkw noch um ein Zweirad bzw. Kraftrad handelt, zeigte sich die Straßenverkehrsordnung lange Zeit uneindeutig bezüglich der Regelungen für Dreiräder. Bis 2013 war ein Führerschein der Führerscheinklasse B notwendig, um ein Trike führen zu dürfen; heutzutage wird jedoch ein Motorradführerschein gefordert. Wie auch bei Motorrädern muss beim Führen des Trikes tagsüber das Abblendlicht eingeschaltet sein.

Helmpflicht, Zulassung und Schutzkleidung

Hinsichtlich der Helmpflicht muss der Aufbau des jeweiligen Modells begutachtet werden. Handelt es sich um ein Trike, das einem Kraftrad ähnelt, besteht Helmpflicht. Sicherheitsgurte sind bei einem solchen Modell jedoch keine Pflicht. Ähnelt das Trike eher einem Pkw, ist der Sicherheitsgurt wiederum Pflicht, aber die Helmpflicht entfällt. Schutzkleidung ist gesetzlich nicht vorgschrieben. Es wird jedoch empfohlen, welche zu tragen. Diese kann der von Motorradfahrern entsprechen und sollte je nach Witterungslage angepasst werden.


Ursprung und bekannte Hersteller

Ein parkendes Trike. Am Lenker ein Stofftier als Maskottchen
Auch die Comicfigur Werner Brösel fährt gerne Trike

Ihren Ursprung haben die Dreiräder im frühen 20. Jahrhundert in den USA. Aus diesem Grund hießen die ersten Modelle des Herstellers Harley-Davidson auch „Servicars“. Die bekannte Marke aus den Vereinigten Staaten produziert auch heute noch Trikes. Weitere bekannte Hersteller sind unter anderem: rewaco, Rassler, Easy Trike, Boom und Fecht. Letzterer wurde nach Dietrich Fecht benannt, der das erste Gefährt nach Deutschland importierte.

Das klassische Trike hat sich in Deutschland durchgesetzt und mittlerweile schon eigene Fanclubs, die Treffen für Liebhaber im ganzen Land organisieren. Sie sind auch auf den Geschmack gekommen? Im Kfz-Serviceportal finden Sie Autohändler ganz in Ihrer Nähe. Zudem können Sie sich hier über weitere Fahrzeugtypen und ihre Besonderheiten informieren.