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Bild von der Prüforganisation TÜV Nord.

TÜV Nord - das Unternehmen im Überblick

Der TÜV Nord ist eine Aktiengesellschaft mit Sitz in Hannover und beschäftigt über 9.000 Mitarbeiter. Zwar teilt er sich den markanten Namensteil TÜV (Technischer Überwachungsverein) mit anderen Prüforganisationen wie TÜV Hessen, TÜV SÜD oder TÜV Rheinland. Tatsächlich sind diese Unternehmen jedoch voneinander unabhängig. Die Namensgebung entstammt ihren Ursprüngen aus der Zeit der Industrialisierung.

Geschichte des TÜV Nord

Die Geschichte des recht jungen TÜV Nord ist von Zusammenschlüssen einzelner Organisationen geprägt. Das erste Mal taucht der Name des Unternehmens kurz nach der Wende im Jahre 1992 auf, wenngleich er seine Ursprünge bereits im 19. Jahrhundert hatte.

Der damals in Ostdeutschland angesiedelte TÜV Nord, Rostock fusionierte mit dem TÜV Norddeutschland, Hamburg – beide Parteien bildeten den TÜV Nord. Fünf Jahre später kam dann der TÜV Hannover/Sachsen-Anhalt hinzu. Seitdem firmiert die Konstellation unter der Bezeichnung TÜV Nord Gruppe beziehungsweise international TÜV Nord Group.

Mittlerweile kann die Prüforganisation mehrere Tochterfirmen und internationale Kompetenzen aufweisen. So ist der TÜV Nord eigenen Angaben zufolge in über 50 Staaten der Welt tätig. Die Geschäftsfelder erstrecken sich dabei von Dienstleistungen in der Industrie bis hin zu Prüftätigkeiten im Bereich Informationstechnologie.

Sinn von Prüfungen – ein Blick auf die Geschichte

Der Grundgedanke von Prüforganisationen ist in den Zeiten der Industrialisierung zu finden. Technische Errungenschaften wurden immer umfangreicher, leistungsfähiger und damit potenziell gefährlicher. Vor allem Dampfkessel neigten dazu, im Zuge von Fehlfunktionen zu explodieren oder ihre heißen Inhalte durch Lecks an die Außenwelt abzugeben. Diese Vorfälle waren lebensgefährlich und kosteten den Betreiber Geld. Die Lösung wurde in Form von Vereinen geschaffen, die die Anlagen in regelmäßigen Abständen überprüften und gegebenenfalls Mängel monierten.

Was damals vor allem für Dampfmaschinen galt, ist heutzutage in nahezu allen Lebensbereichen notwendig. Ob Kraftfahrzeuge, Aufzüge oder andere Maschinen und Anlagen: Nur durch eine regelmäßige und fachgerechte Überprüfung kann sichergestellt werden, dass sie reibungslos funktionieren und keine Gefahr für Menschen besteht. Organisationen wie der TÜV Nord sorgen also für Sicherheit, wenn es um die Zuverlässigkeit von Technik, Dienstleistungen und Prozessen geht.

Aufgaben von Prüforganisationen

Die Hauptuntersuchung wird heutzutage umgangssprachlich als TÜV bezeichnet, weil die technischen Überwachungsvereine lange Zeit eine Monopolstellung in diesem Bereich besaßen.

Auch wenn die Ursprünge des Technischen Überwachungsvereins und damit auch des TÜV Nord im 19. Jahrhundert zu finden sind: Die Zielsetzung bleibt auch heutzutage in etwa die Gleiche. Unternehmen des TÜV und andere Organisationen sind – mit entsprechenden Hoheiten durch den Staat versehen – dazu befugt, verschiedenste Prüfungen durchzuführen. Bestes Beispiel dafür ist die Hauptuntersuchung, die auch heute noch umgangssprachlich als TÜV bezeichnet wird.

Daneben bieten TÜV Nord und Co. zahlreiche viele weitere Dienstleistungen an. So beispielsweise die Erstellung von Gutachten, die bei Schäden, Unfällen oder in der Verkehrspsychologie benötigt werden, um Sachverhalte auch vor Gericht oder bei Versicherungen nachvollziehen zu können.

TÜV Nord – Neue Zeit, neue Geschäftsfelder

Mit der Weiterentwicklung der Technologie wachsen auch die Anforderungen und Möglichkeiten der Prüfunternehmen. Deshalb beschränkt sich auch der TÜV Nord nicht mehr nur auf die Untersuchung und Abnahme von Maschinen. Getreu dem Slogan „Wir machen die Welt sicherer.“ werden Dienstleistungen in den verschiedensten Bereichen angeboten. Dazu zählen zum Beispiel IT-Sicherheit, Umwelt, Gesundheit und Energie. Auch Prozesse und Produkte können heutzutage das begehrte TÜV-Siegel des TÜV Nord bekommen – sofern sie die umfangreichen Tests bestanden haben.

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