Die Felge für Autos & Co. – interessante Informationen

Jedes Auto besitzt sie in vierfacher Ausführung, doch nur wenige Autofahrer haben sich schon einmal eingehend mit ihr beschäftigt: die Felge. Definiert werden kann die Felge als Radkranz, der sich im Inneren des Reifens befindet und diesen folglich trägt. Die Felge dient mit ihrer ungefederten Masse somit maßgeblich der Stabilität des Rades, dem Schutz des luftgefüllten Reifens und folglich einem sicheren Fahrverhalten auf der Straße. Zudem werden Felgen oft dazu genutzt, den Wagen optisch aufzuwerten. Wie Felgen aufgebaut sind und welche Unterschiede es hierbei gibt, soll im folgenden Artikel geklärt werden.


Der Aufbau von Felgen

Über die Jahre hinweg hat sich die Felge stets weiterentwickelt und verändert. So entstand der Aufbau, wie er heute ist: Die Felge besteht aus einer Felgenschulter, auf der der Reifen direkt aufliegt. In der Mitte der Felge befinden sich große Löcher, die, abhängig vom jeweiligen Modell, in ihrer Anzahl variieren. Dieser Lochkreis dient dazu, die Felge sicher am Auto zu montieren. Der Felgendurchmesser, der immer in Zoll angegeben wird und als Maulweite bezeichnet wird, muss dringend beim Kauf beachtet werden – je nach Hersteller und Fahrzeugtyp passen nur bestimmte Felgengrößen in die Reifenmulde.

Verschiedene Arten von Felgen

Generell wird bei Pkw-Felgen zwischen Stahl- und Aluminiumfelgen unterschieden. Je nach Material und Art der Felge kann es dabei zu einer unterschiedlichen Lebensdauer kommen: Da Stahlfelgen deutlich robuster und belastbarer sind, können sie nicht so leicht beschädigt werden. Alufelgen leiden hingegen schneller unter Steinschläge oder dem Auffahren auf Bordsteine – sind dafür jedoch meist optisch ansprechender.

Unterschieden werden kann ebenfalls zwischen ein- und mehrteiligen Felgen: Während einteilige Felgen im Ganzen gegossen werden, also aus einem einzigen festen Teil bestehen, werden bei mehrteiligen Felgen verschiedene Bauteile hergestellt und in einem späteren Produktionsschritt zusammenmontiert. Erstere Bauweise wirkt sich vor allem auf den Preis aus, da diese Technik eine recht einfache und sparsame Art der Herstellung darstellt. Mehrteilige Felgen bieten jedoch im Falle eines Schadens eine gewisse Flexibilität, weil auch nur wenige Teile ersetzt werden können. Ist eine einteilige Felge beschädigt, muss sich komplett ausgetauscht werden.

Die Felge im Winter und Sommer

Mit dem saisonalen Wechsel der Reifen muss die Felge nicht zwangsweise ebenfalls getauscht werden – jedoch dient es oft dem Schutz des Produktes, wenn verschiedene Arten im Sommer und Winter genutzt werden. Besonders in der kalten Jahreszeit ist die Felge schwierigen Witterungsverhältnissen, wie starker Nässe, niedrigen Temperaturen und Schneefall ausgesetzt, sodass es ratsam sein kann, in diesen Monaten einfache Stahlfelgen zu nutzen, die mit diesen Bedingungen besser zurechtkommen und entsprechend länger halten. Auch das Salz, das Streufahrzeuge gegen die Glätte auf der Straße verteilen, kann den Stahlfelgen weniger anhaben. Alufelgen sollten daher idealerweise im Winter eingelagert werden.


Design-Vielfalt bei der Wahl der richtigen Autofelge

Verschiedene Modelle gibt es zahlreiche auf dem Markt. Diese unterscheiden sich in ihrem Design teils stark voneinander, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist – schließlich runden die passenden Felgen das Fahrzeug und seinen Look in den Augen vieler Autofans erst so richtig ab. Je nach Bedarf und Gefallen kann der Kunde somit aus einer Vielzahl an Größen, Formen, Designs und auch Farben wählen.

Während bei der Größe auf die zugrundeliegenden Eigenschaften des jweiligen Fahrzeugs geachtet werden muss, sind die restlichen Eigenschaften völlig frei und individuell bestimmbar. Früher konnten sich Kfz-Besitzer nur zwischen den handelsüblichen Farben Schwarz und Silber entscheiden, heute jedoch, wo ein Fahrzeug für viele Besitzer mehr ist als ein reiner Gebrauchsgegenstand, sind der Kreativität keinerlei Grenzen mehr gesetzt. Spezielle Farben oder gar Musterungen bestimmen die Felgenoptik und können damit erheblichen Einfluss auf den Gesamteindruck von Fahrzeugen haben.

Aber Achtung: Der Felgenkauf sollte nicht nur von der Optik geleitet werden. Gerade das Material sowie die Verarbeitungsqualität sind hierbei wichtige Faktoren, die die Fahrsicherheit im Verkehr und die Langlebigkeit der Felgen beeinflussen und somit beim Kauf beachtet werden sollten.

Wenn ein Schaden an der Felge vorliegt

Eine intakte Felge ist wichtig für ein gleichmäßiges Rollen des Reifens beim Fahren. Im täglichen Fahralltag kann es jedoch schnell einmal dazu kommen, dass man zu nah an der Bordsteinkante vorbeifährt oder aufgewirbelte Gegenstände in die Felge fliegen und diese somit beschädigen. Kleinere Kratzer im Lack, Rillen und Kerben sind dabei meist nicht gefährlich und können, falls sie optisch zu sehr stören sollten, vom Fachmann behandelt und wegpoliert werden. Die Reparatur eines solchen Minimalschadens kann mit etwas Geschick und Muße sowie dem richtigen Handwerkszeug leicht auch vom Laien zu Hause durchgeführt werden. Hierbei sollten jedoch keinesfalls zu starke Reinigungsmittel genutzt werden, da diese die Gummierung des Reifens nachhaltig beschädigen können, sollten sie mit dieser in Berührung kommen.

Handelt es sich jedoch um einen größeren Schaden, der beispielsweise durch einen Unfall verursacht wurde, so ist Vorsicht geboten. Vor allem Risse, die sich durch große Teile des Materials ziehen, gefährden hierbei die Stabilität der Felge und können im schlimmsten Fall zu einem Felgenbruch führen, wenn die Felge erneut stark belastet wird. Der Reifen ist somit nicht mehr ausreichend geschützt, sodass die Felge schnellstmöglich ausgetauscht und entsorgt werden muss. Nur so kann ein optimaler Schutz und die Sicherheit im Straßenverkehr weiterhin gewährleistet werden.

Auf dem Kfz-Serviceportal finden Sie sowohl Ansprechpartner für den Felgenkauf als auch Dienstleister, die Ihnen bei der Reparatur oder der Instandsetzung von Felgen helfen. Nutzen Sie einfach die kostenlose und direkte Suchfunktion!