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Kfz-Kennzeichen im Straßenverkehr in Deutschland

Kfz-Kennzeichen in Deutschland – die Welt der Nummernschilder

Wer am deutschen Straßenverkehr teilnimmt, wird schnell auf die unterschiedlichsten Kfz-Kennzeichen stoßen. Denn neben dem allseits bekannten und am häufigsten vertretenen Eurokennzeichen existieren unterschiedliche andere Varianten. Welche das sind und was für einen Sinn diese haben, erfahren Sie im nachfolgenden Artikel.

Die Kfz-Kennzeichen Typen im Überblick

  • Ein Behördenkennzeichen

    Behördenkennzeichen

  • Ein Diplomatenkennzeichen

    Diplomatenkennzeichen

  • Ein Kfz-Kennzeichen für die Landesbehörden

    Landesbehördenkennzeichen

  • Ein rotes Kennzeichen für Kfz-Händler

    rotes Händlerkennzeichen

  • Das Kfz-Kennzeichen für Oldtimer

    Oldtimerkennzeichen

Sinn und Zweck von Kfz-Kennzeichen in Deutschland

Generell erhalten alle am deutschen Straßenverkehr teilnehmenden Kraftfahrzeuge sogenannte Kfz-Kennzeichen, die deutlich sichtbar am Fahrzeug anzubringen sind. Sie dienen der zweifelsfreien Zuordnung von Verkehrsteilnehmern, um beispielsweise Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten auf den jeweiligen Fahrzeughalter zurückführen zu können. Das heißt im Umkehrschluss, dass jedes Kfz-Kennzeichen genau einem einzigen Kraftfahrzeug zugeordnet ist.

Aus einem guten Grund: Gäbe es keine Kennzeichnungspflicht für Kraftfahrzeuge, könnten etwaige Verstöße im Straßenverkehr lediglich über Zeugenaussagen oder die Fahrzeugmerkmale festgestellt werden. Unfallflucht, Geschwindigkeitsüberschreitung und Co. wären in den meisten Fällen nicht ahndbar.

Unterschiedliche Nummernschilder für verschiedene Fahrzeugarten

Kfz-Kennzeichen können nicht nur Auskunft darüber geben, ob ein Fahrzeug zugelassen ist oder nicht. Oftmals enthalten sie – je nach Art – viele weitere Informationen. So finden sich auf den gewöhnlichen Euro-Nummernschildern beispielsweise in jedem Falle Angaben zur Hauptuntersuchung. Über die sogenannten Plaketten können Ordnungshüter schnell und einfach herausfinden, ob die HU noch gültig ist oder bereits hätte erneuert werden müssen.

Nummernschilder wie Kurzzeitkennzeichen und Ausfuhrkennzeichen geben ebenso weitere Informationen preis. Sie enthalten ihr Ablaufdatum in einem gelben respektive roten Rahmen an der rechten Seite, damit bereits eine Sichtkontrolle erfolgversprechend ist. Händlerkennzeichen wiederum werden vollständig in roter Schrift ausgehändigt – so kann schnell festgestellt werden, dass hier ein Kraftfahrzeug im Händlerauftrag bewegt wird oder werden sollte.

Anbringung von Kennzeichen an Fahrzeugen

Um die zweifelsfreie Identifizierung über Kfz-Kennzeichen überhaupt erst möglich zu machen, gibt es Normen und Regeln für deren Anbringung und Beleuchtung. Generell sollten die Nummernschilder immer gut sichtbar und in durch den Gesetzgeber definierten Abständen zum Boden angebracht werden. Für die hinteren Schilder gilt gemeinhin eine Beleuchtungspflicht. Motorräder müssen im Übrigen nur ein Kfz-Kennzeichen am Heck mitführen.

Das bedeutet natürlich auch, dass Kfz-Kennzeichen jederzeit gut lesbar sein müssen. Wer aufgrund von Verschmutzung, Eis oder Schnee seine Nummernschilder (wissentlich) verdeckt führt, riskiert ein Bußgeld.

Geschichte von Kfz-Kennzeichen

Die Ursprünge der Kennzeichnung von Fahrzeugen finden sich bereits in der Antike. In Rom war es üblich, Streitwagen mit Nummern zu versehen. So konnten bereits aus der Ferne Rückschlüsse über deren Besitzer oder Führer gezogen werden. Einem ähnlichen Prinzip folgten später die Kutschen – denn deren Wappen verrieten zumindest, zu welcher Region sie gehörten. Wenngleich diese Systeme nicht allzu komplex waren, so bereiteten sie doch den Weg der Kfz-Kennzeichen in der heutigen Zeit vor.

Schließlich wuchs die Zahl der Fahrzeuge vor allem im 20. Jahrhundert rasant. Neben Pferdewagen und Fahrrädern bewegten sich die ersten Automobile auf den Straßen. Nach und nach rückte die Notwendigkeit einer Kennzeichnung ins Blickfeld der Politik – in Deutschland beispielsweise wurde bereits 1907 eine einheitliche Kennzeichnung von Kraftfahrzeugen eingeführt.

Aus den damaligen Systemen erwuchsen im Laufe der Zeit immer weitere Mechanismen, um die Zuordenbarkeit von Kraftfahrzeugen zu gewährleisten. Mittlerweile gibt es alleine in Deutschland über 14 verschiedene Kfz-Kennzeichen, die für verschiedenste Fahrzeugarten und Personengruppen verwendet werden.

Kfz-Kennzeichen international

Eine Kennzeichnung von Autos, Motorrädern und Co. gibt es mittlerweile nahezu überall auf der Welt. Dabei variieren die Kfz-Kennzeichen in puncto Optik und Aussagekraft recht stark. Des Weiteren haben die Staaten wiederum ebenso verschiedene Typen von Kfz-Kennzeichen, sodass eine Identifizierung nicht immer leichtfällt.

Eurokennzeichen der Europäischen Union lassen sich hingegen relativ schnell erkennen. Denn die Nummernschilder führen einen blauen Rand auf der linken Seite, in dem sich die Sterne der Europäischen Union sowie die Länderkürzel befinden. Auf diese Weise können die Nationalität beziehungsweise der Ursprung des Fahrzeugs relativ schnell festgestellt werden.

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