Die Landmaschinen – das macht diese Fahrzeugarten besonders

Vor allem in landwirtschaftlichen Regionen müssen sich Autofahrer oftmals auf langsame oder übergroße Land- und Forstmaschinen im Straßenverkehr einstellen. Auf schmalen Straßen sollten diese nicht voreilig überholt werden, um Unfälle zu vermeiden. Die Landmaschinen unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Funktion und Größe, Überbreite und Höchstgeschwindigkeit. Die wichtigsten Merkmale, besondere die verschiedenen Karosserie-Varianten und Hersteller, werden im Folgenden erklärt.


Übergroße Land- und Forstmaschinen im Straßenverkehr

Traktoren, gerne auch Trecker oder Ackerschlepper genannt, sind sogenannte Zugmaschinen, die zum Ziehen oder zum Antreiben landwirtschaftlicher Maschinen verwendet werden. Neben den übergroßen Hackmaschinen finden sich je nach Einsatzgebiet Hoflader, Palettengabeln oder Miststreuer, Heuwagen sowie Ballenpressen am Traktor.

Beispielhafte Einsatzgebiete für Traktoren

Eingesetzt werden Traktoren seit dem frühen 20. Jahrhundert. Von diesem Zeitpunkt an übernehmen sie schweißtreibende Aufgaben, die einst Ochsen und Pferde verrichteten oder in mühseliger Handarbeit vom Menschen ausgeführt wurden. Heute sind Trecker als Hightech-Maschinen auf den Feldern weltweit im Einsatz. Auf den Straßen sind sie oftmals mit 10 bis 40 km/h unterwegs – immer abhängig von der jeweiligen Beladung und dem Anhänger. Vor allem Palettengabeln oder Heuwagen überschreiten schnell die Breite kleiner Landstraßen, sodass der Straßenverkehr stark beeinflusst wird. Die höchstzulässige Breite für Traktoren beläuft sich auf 2,55 Meter. Handelt es sich um einen Transport, darf der Trecker mit Last ganze 3 Meter Breite und 12 Meter Länge aufweisen. Es gibt jedoch spezielle Ausnahmeregelungen, die überbreite Maschinen auf den Straßen zulassen. Aus diesem Grund finden sich häufig übergroße Traktoren auf den Landstraßen, die Nahrungsmittel oder ihre Anhänger von Feld zu Feld transportieren.

Schwere Erntemaschinen

Sogenannte Mähdrescher zählen zu den Erntemaschinen. Sie dienen dem Mähen und Ausdreschen von Getreide und finden sich auf zahlreichen Feldern in Deutschland. Modernste Technik kommt bei dem über zehn Tonnen schweren Mähdrescher zum Einsatz. Mit über 400 PS und einer Arbeitsbreite von 9 Metern und maximal 18 Metern Gesamtlänge ist dieser ein wahrer Koloss auf den Landstraßen. Beim Mähdrescher handelt es sich somit, wie beim Häcksler oder Rübenroder, um eine selbstfahrende Arbeitsmaschine, die die Grenze von drei Metern überschreitet. Auch dieses Fahrzeuge bewegt sich mit maximal 40 km/h auf den deutschen Straßen.

Die Land- und Forstmaschinen im Überblick

Zu Land- und Forstmaschinen zählen unter anderem:

  • landwirtschaftliche Zugfahrzeuge wie Traktoren oder Trecker,
  • selbstfahrende Arbeitsmaschinen wie Mähdrescher oder Häcksler,
  • entsprechende Anhänger wie Hoflader, Heuwagen oder Palettengabeln,
  • Pflug, Egge oder Drillmaschine
  • und viele mehr.

 

Die landwirtschaftlichen Fahrzeuge weisen, neben ihrer ausladenden Breite und Länge, zudem andere Kennzeichen als Pkws auf. Neben dem schwarzen Kfz-Kennzeichen werden für Traktoren, selbstfahrende Arbeitsmaschinen und landwirtschaftliche Anhänger häufig grüne Kennzeichen verwendet. Dieses ermöglicht die Befreiung von der Kfz-Steuer.


Was gilt es bei Land- und Forstmaschinen zu beachten?

Die Breite für forst- und landwirtschaftliche Fahrzeuge ist laut § 32 StVZO auf drei Meter beschränkt. Trotzdem gibt es zahlreiche Ausnahmeregelungen, die wesentlich größere Ausmaße gestatten. Aus diesem Grund müssen Verkehrsteilnehmer auf ländlichen Straßen einiges beachten, wenn sie hier einer Landmaschine begegnen. Häufig kommt es beim landwirtschaftlichen Transport zur Verschmutzung der Fahrbahn. Aufgrund der hohen Überbreite vieler Traktoren oder Mähdrescher muss der entgegenkommende Verkehr zumeist ausweichen und ein sicheres Überholen gestaltet sich schwierig.

Den Führerschein für Traktoren kann jeder Jugendliche ab 16 Jahren machen. Hierbei handelt es sich um den Führerschein der Führerscheinklasse T. Fahrzeugtypen, die mit dieser Fahrerlaubnisklasse geführt werden dürfen, sind Zugmaschinen, die nicht mehr als 60 km/h erreichen, und selbstfahrende Arbeitsmaschinen, die nicht mehr als 40 km/h erreichen. Anhänger dürfen, je nach Zuglast, angekoppelt werden. Mit einer Sondergenehmigung dürfen Traktoren zudem bereits ab 14 oder 15 Jahren geführt werden.

Bekannte Hersteller von Land- und Forstmaschinen

Zu den bekanntesten Landmaschinenherstellern zählen Deere & Company sowie CNH Industrial. Doch auch der japanische Hersteller Kubota ist ein großer Produzent von Agrartechnik und stellt zudem Baumaschinen und andere Verbrennungsmotoren her. Die deutschen Unternehmen Claas oder Fendt ist nicht nur hierzulande bekannt für seine verschiedenen Mähdrescher und Häcksler. Von den einst zahlreichen Herstellern in Deutschland sind heute jedoch nur noch wenige übrig.

Finden Sie im Kfz-Serviceportal neben vielen interessanten Informationen zu allerlei Kfz-Themen die Möglichkeit, ein passendes Autohaus in Ihrer Nähe zu suchen. Auch Händler von Forst- und Landmaschinen werden hier geführt.