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Nutzfahrzeuge (Nkw) in der Übersicht

Nutzkraftwagen, kurz Nkw, werden von verschiedenen Personengruppen verwendet, darunter Handwerker und Transportunternehmen. Die Fahrzeuge transportieren je nach Verwendungszweck Lasten oder Personen. Kleintransporter, Omnibus oder Sattelzug - die Größe reicht vom Viertürer bis zum Lastkraftwagen. Im folgenden Beitrag erfahren Sie, welche Kriterien das Nutzfahrzeug ausmachen und für welche Zwecke es sich eignet.

Nutzkraftwagen: Bau, Funktionsweise und besondere Anforderungen

Bereits die Bezeichnung Nkw oder Nutzkraftwagen verrät, dass diese Fahrzeuge einen besonderen Nutzen haben. Das Kraftfahrtbundesamt, kurz KBA, definiert die Nutzfahrzeuge als Kraftfahrzeuge, die durch ihre Bauart und Einrichtung für Folgendes ausgelegt sind:

  • Personen zu befördern,
  • Lasten und Güter zu transportieren
  • und/oder Anhängerfahrzeuge zu ziehen.

Wann und wo erfolgt der Einsatz von Nutzkraftwagen?

Nutzfahrzeuge setzen Sie vorrangig im behördlichen, landwirtschaftlichen oder gewerblichen Bereich ein. In der Landwirtschaft kommen sie als Zugmaschinen oder Transportmöglichkeit für Nutztiere oder Lebensmittel zum Einsatz. Speditionen, Bauunternehmen und Postzusteller benutzen Lastkraftwagen oder Transporter, um Waren national und international zu befördern. Zudem existieren Nutzkraftwagen für Einsatzkräfte, beispielsweise Feuerwehr, Polizei und THW.

Busse dienen explizit dem Personentransport. Fahrzeuge für mehr als acht Personen dürfen nur mit einem entsprechenden Führerschein der Klassen D oder D1 geführt werden. Nkw, die ausschließlich für bestimmte Arbeitseinsätze konzipiert sind, bringen Tieflader oder weitere Transportmittel zum Einsatzort.

Welche Kennzahlen spielen bei Nutzfahrzeugen eine Rolle?

Nutzkraftwagen erfüllen eine spezifische Funktion. Daher stellen die Fahrer besondere Anforderungen. Anhand der Kennzahlen erkennen Sie, wofür sich ein Nkw eignet. In der Regel erweist sich die Zuladung - Nutzlast genannt - als ausschlaggebend, da die Mehrzahl der Vehikel dem Transport dient. Bei hochwertigen Kastenwagen liegt sie beispielsweise zwischen 600 und 700 Kilogramm. Bei Vans steigt der Wert auf bis zu 1.070 Kilogramm. Neben der maximalen Zuladung bestimmt die Anhängerlast über die Funktionalität eines Nutzfahrzeugs. Sie gibt das höchstzulässige Gesamtgewicht an, welches das Vehikel ziehen darf. Bei Kleintransportern und Kastenwagen beträgt eine gute Anhängerlast zwischen 500 und 700 Kilogramm. Ein Nutzfahrzeug verfügt im Gegensatz zum Pkw über größere Maße. Die maximale Länge bei einem Lastzug in Deutschland beträgt 18,75 Meter. Bei einem Sattelzug zeigt sie sich mit 16,50 Metern unwesentlich kürzer. Bei sämtlichen Nutzkraftwagen beträgt die maximale Breite 2,55 Meter, bei den Aufbauten 2,60 Meter.

Verschiedene Fahrzeugtypen für verschiedene Zwecke

Es werden- Transporter fünf Haupttypen von Nutzfahrzeugen unterschieden:

  • Transporter
  • Lastkraftwagen
  • Zugmaschine
  • Sattelzüge
  • Busse

Welche Merkmale die verschiedenen Fahrzeuge im Einzelnen haben, beschreibt die folgende Übersicht.

Was zeichnet den Transporter aus?

Transporter - fachlich korrekt als Kleintransporter bezeichnet - bestehen in Deutschland als kleine Lastkraftwagen. Das zulässige Gesamtgewicht dieser Nutzfahrzeuge liegt bei 3,5 Tonnen. Daher reicht ein Führerschein der Klasse B, um sie zu fahren. Die Nutzlast der Kleintransporter variiert zwischen einer halben Tonne und eineinhalb Tonnen. Bei großen Transportern beträgt die maximale Zuladung dreieinhalb Tonnen.

Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht über drei Tonnen zählen nur umgangssprachlich zu den Transportern. Im eigentlichen Sinne handelt es sich um leichte Lastkraftwagen. Eine Gemeinsamkeit zwischen Transporter und Lastkraftwagen besteht in der Fahrerkabine, der sich verschiedene Aufbauten anschließen. Hierbei werden beispielsweise Nutzfahrzeuge mit Kofferaufbau, mit Pritsche oder als Kastenwagen unterschieden.

Die besonderen Merkmale eines Lastkraftwagens

Der Lastkraftwagen, kurz Lkw, in der Schweiz Lastwagen, dient der Beförderung von Gütern. Fährt das Nutzfahrzeug mit einem Anhänger, spricht man von einem Lastzug. Die Basis des Lastkraftwagens besteht aus dem tragenden Chassis, wobei es sich im Regelfall um einen Leiterrahmen handelt. Zudem zählen zum Grundaufbau ein geeigneter Antrieb, die Fahrerkabine und der Aufbau. Letzterer dient dem Zweck, Ladung und Lasten aufzunehmen. Abhängig von ihrem Gewicht teilen sich die Nutzkraftwagen in leichte, mittelschwere und schwere Lkw ein. Die Fahrzeuge eignen sich, um selbst Transportgut aufzunehmen oder Anhänger zu ziehen. Neben dem Gewicht unterscheiden sich die Lkw auch in ihrer Bauform. Beispielsweise existieren Langhauber mit dem Motor vor der Fahrerkabine oder Kurzhauber, wo der Motor platzsparend in die Fahrerkabine verschoben ist, also ungenutzer Raum für den Motor verwendet wird, ohne den Fahrerkomfort zu beeinträchtigen.

Diese Kriterien machen die Zugmaschine aus

Die Zugmaschine ist ein motorbetriebenes Zugfahrzeug und gehört als solches zu den Kraftwagen. Im Gegensatz zum Lastkraftwagen transportiert sie Güter nicht eigenständig. Sie zieht beispielsweise Tieflader, Anhänger, Wagen oder Anbaugeräte. Die Nutzfahrzeuge werden von unterschiedliche Motoren angetrieben, zum großen Teil von klassischen Verbrennungsmotoren. Mittlerweile existieren Modelle mit einem innovativen Elektromotor. Als Straßenfahrzeug eignet sich die Zugmaschine, um Schwertransportgüter zu befördern. Ebenso zieht sie beispielsweise Sattelzugauflieger. Gemeinsam bilden die beiden Nutzfahrzeugelemente den Sattelzug. In der Land- und Forstwirtschaft zeichnen sich die Zugmaschinen durch ihren spezifischen Aufbau aus. In diesen Bereich gehören als Beispiel die Traktoren.

Der Sattelzug als wichtiger Nkw

Der Sattelzug heißt in der deutschen Amtssprache Sattelkraftfahrzeug, in der Schweiz Sattelmotorfahrzeug. Als Nutzkraftwagen besteht er als Kombination aus der Sattelzugmaschine - auch Sattelschlepper genannt - und dem Sattelauflieger. Oftmals basiert die Sattelzugmaschine auf einem kurzen Lkw-Gestell mit Fahrerhaus sowie Lenk- und Antriebsachse. Auf dem Rahmen befindet sich die Sattelkupplung. Ein Synonym für diese lautet Sattelplatte. Sie dient der Befestigung des Sattelaufliegers. Betrachten Sie einen Sattelzug näher, erkennen Sie die Befestigungsschrauben. Im Vergleich zu einem Lastkraftwagen fehlt dem Sattelzug die flinke Manövrierfähigkeit. Beispielsweise nehmen Zugmaschine und Sattelauflieger Kurven deutlich weiter. Aus diesem Grund findet der Sattelzug hauptsächlich im Güterfernverkehr Verwendung. Sein mögliches Gesamtgewicht beträgt bis zu 44 Tonnen mit einem ISO-Container. Im normalen Straßenverkehr liegt es mit 40 Tonnen knapp darunter.

Busse zur Personenbeförderung

Die Bezeichnung Bus besteht als Kurzform des Wortes Omnibus für ein großes Nutzfahrzeug, das der Personenbeförderung dient. Busse kommen im öffentlichen Nahverkehr oder als Reisebusse zum Einsatz. Beim Bus erfolgt der Antrieb durch einen Gas- oder Dieselmotor. Seltener fahren Sie in einem Hybrid- oder Batteriebus. Die Mehrzahl dieser Nutzfahrzeuge wird durch einen Heckmotor und Hinterachsenantrieb bewegt. In der Regel liegt der Motorblock unterflur. Folglich befindet er sich im Boden des Busses. In Niederflurbussen finden Sie alternativ stehende Motoren. Sie erkennen diese Busform an dem breiten Motorraum, der in den Fahrgastbereich eindringt. Daher existiert in diesem Nutzkraftwagen eine besondere Sitzordnung.

Nutzkraftwagen für zahlreiche Zwecke

Nutzfahrzeuge - vorrangig große Exemplare wie Sattelzug und Lastkraftwagen - punkten mit ihrem Ladevolumen. In ihnen finden Bauteile, Möbel, Industriegüter oder Lebendfracht problemlos Platz. Eine hohe Gesamtlast ermöglicht es, auch Schwerlasten zu befördern. Die unterschiedlichen Aufbauformen machen den zweckspezifischen Einsatz möglich - vom Ziehen von Aufliegern und Anhängern über Gütertransporte bis zur Beförderung von Personen. Unterschiede in den Maßen und im zulässigen Gesamtgewicht beeinflussen auch Faktoren wie die Wendigkeit, sodass sich die Wahl eines Fahrzeugs nach Möglichkeit eng am Zweck orientieren sollte. Auch umweltfreundliche Modelle mit Hybrid- und Elektroantrieb sind mittlerweile auf dem Markt.

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