Kleine Motorräder im Überblick

Mobilität kennt keine Grenzen – sagt man jedenfalls. Ganz richtig ist diese Aussage in Bezug auf Motorräder jedoch nicht: Denn das Führen eines Motorrads der Klasse A – also der größten Klasse – erfordert ein Mindestalter von 24 Jahren, bzw. von zumindest 20 Jahren bei zweijährigem Besitz der Klasse A2. Bis dahin können Jugendliche jedoch schon einmal Erfahrungen auf weniger leistungsstarken Zweirädern sammeln. Um Kleinkrafträder wie Mofa oder Roller fahren zu dürfen, kann schon mit 15 bzw. 16 Jahren eine Fahrprüfung abgelegt werden. Und auch für viele ältere Zweiradfans sind kleine Motorräder eine gute Alternative: Kosten für Anschaffung und Wartung, Steuern und Kfz-Versicherung sind bei einem Kleinkraftrad deutlich günstiger als bei Motorrädern und Pkw. Durch welche technischen und baulichen Eigenschaften sich Mofa, Roller, Kleinmotorrad und Sonderformen unterscheiden und welche Voraussetzungen zum Führen erfüllt sein müssen, erfahren Sie selbstverständlich auf kfz-serviceportal.de.


Voraussetzung zum Führen von Mofas und Mopeds

Verschiedene kleine Motorräder, welche hintereinander stehen. Man erkennt das kleine Versicherungskennzeichen an allen Fahrzeugen
Die verschiedenen Arten der kleinen Motorrädern

Zu den Kleinkrafträdern zählt der Gesetzgeber ganz konkret Moped oder Mokick, Mofa oder Leichtmofa, einen Roller oder ein Fahrrad mit Hilfsmotor. Allen ist gemein, dass sie einen Hubraum von 50 Kubikzentimetern, 4 kW Motorleistung sowie eine Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h nicht überschreiten dürfen.

Mofa und Mofa-Roller

Eine Mutter mit ihrem Kind auf einem Mofa in der Dominikanischen Republik
Ein Mofa in der Dominikanischen Republik

Mofa (Motor-Fahrrad) und Mofa-Roller dürfen eine Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h nicht überschreiten. Der Hubraum der kleinen Krafträder beträgt maximal 50 ccm. Angetrieben werden sie in den meisten Fällen per Variomatik über einen Treibriemen. Voraussetzung für das Fahren ist ein Mindestalter von 15 Jahren sowie eine sogenannte Mofa-Prüfbescheinigung. Dabei gibt es eine Ausnahme: Wer bereits im Besitz eines Führerscheins ist (unabhängig von der Klasse) oder wer vor dem 01. April 1965 geboren wurde, benötigt keine Prüfbescheinigung. Ein Versicherungskennzeichen und eine Kraftfahrzeuge ausführlich beschrieben und erklärt“>Betriebserlaubnis sind zum Führen dieser Fahrzeuge ebenso Pflicht wie das Tragen eines Helms. Für ein Leichtmofa gelten die gleichen Bedingungen, jedoch mit folgenden Einschränkungen: Ein solches Zweirad darf nur maximal 30 kg wiegen und der Hubraum ist auf 30 ccm begrenzt. Die Motorleistung eines Leichtmofas darf 0,5 kW nicht überschreiten.

Fahrräder mit Hilfsmotor

Ein Fahrrad mit Hilfsmotor. Daneben steht ein weiteres, kleines Motorrad
Ein Fahrrad mit Hilfsmotor

Neben einem solchen Kleinkraftrad gehören auch kleinere motorisierte Fahrzeuge zu dieser Kategorie. Motorfahrräder zum Beispiel waren in den Anfangsjahren mit einem Motor ausgestattet, der das Vorderrad antrieb. Später gab es Riemen- und Kettenantriebe. Außerdem gab es danach Exemplare, die per Hinterrad angetrieben wurden. Wie bei einem Mofa (motorisiertes Fahrrad) gilt für ein Fahrrad mit Hilfsmotor die Höchstgeschwindigkeit von 25 km/h.

Leichtkrafträder, Motorräder und Sonderausführungen

Krafträder sind vom Gesetzgeber in mehrere Kategorien unterteilt: Kleinkrafträder, Leichtkrafträder, Motorräder und Sonderausführungen. Um einen Überblick über die Klassifizierung aller Zweiräder sowie über die Voraussetzungen zum Fahren eines solchen Gefährts zu bekommen, sind nachstehend die wesentlichen Unterschiede der Kategorie Krafträder aufgeführt.

Leichtkrafträder (Kleinmotorrad)

Ein altes Kreidler Leichtkraftrad
Eine altes Leichkraftrad, eine KREIDLER

Früher galt für ein Kleinmotorrad eine Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h. Ein typisches und weitverbreitetes Fahrzeug war seinerzeit zum Beispiel die „Florett“ von Kreidler. Heute wird die Bezeichnung für ein Kleinmotorrad über den Hubraum definiert, der höchstens 125 ccm betragen darf. Die Nennleistung darf dabei 11 kW (15 PS) nicht übersteigen. Seit dem 01. Januar 2017 müssen alle neu zugelassenen Motorräder dieser Art mit einem Antiblockiersystem (ABS) oder einer Kombibremse ausgestattet sein. Für das Fahren eines solchen Zweirades ist ein Führerschein der Klasse A1 erforderlich, das Mindestalter liegt bei 16 Jahren. Ausnahme: ein alter Führerschein der Klasse 3 oder 4, wenn dieser vor dem 01. April 1980 erworben wurde. Kleinmotorräder sind steuer- und zulassungsfrei – sie benötigen allerdings das sogenannte Versicherungskennzeichen.

Abgrenzung zum großen Motorrad

Eine blaue Simson S 51 auf der Insel Rügen
Eine Simson S 51 auf der Insel Rügen

Ab einem Eintrittsalter von 24 Jahren (bzw. 20 Jahren bei gestaffeltem Führerschein) und Absolvierung der Fahrerlaubnisprüfung A darf man die schweren Exemplare in Form eines Motorrades im Straßenverkehr bewegen. Als Motorräder bezeichnet der Gesetzgeber zweirädrige Kraftfahrzeuge mit einer Motorleistung von über 50 Kubikzentimeter. Vom Chopper über den Allrounder bis zur Reise-Enduro und vom Cruiser über den Sport Tourer bis zum Naked Bike sind heute zahlreiche Varianten auf bundesdeutschen Straßen unterwegs. Es obliegt den besonderen Vorlieben des Fahrers, welchen Typ Motorrad er bevorzugt. In Deutschland sind knapp 4,5 Millionen Motorräder zugelassen, die mit Verbrennungs- oder neuerdings auch mit Elektromotoren ausgestattet sind. Der Antrieb wird normalerweise mittels Schalt- oder Automatikgetriebe geregelt. Dabei gebräuchlich sind üblicherweise Kette, Zahnriemen oder Kardanwelle. Für Motorräder dieser Kategorie ist ein Führerschein der Klasse A erforderlich, den man ab 24 Jahren erwerben kann. Personen, die im Besitz eines Führerscheins der Klasse A2 (Motorräder bis 35kW) sind, dürfen gegebenenfalls früher einen Führerschein der Klasse A absolvieren. Der Führerschein A2 darf ab dem 18. Lebensjahr absolviert werden und erlaubt nach zweijähriger Teilnahme am Straßenverkehr die Fahrprüfung der höheren Klasse A.


Fazit

Für das Führen von Krafträdern sind je nach Kategorie verschiedene Führerscheinklassen und Mindestalter Voraussetzung. Motorräder können beim Erwerb eines Führerscheins der Klasse A erst von Personen ab 24 Jahren gefahren werden. Mit kleinen Motorrädern wie Mofas und Mofa-Rollern können bereits Jugendliche ab 15 Jahren am Straßenverkehr teilnehmen. Bestimmt wird die Fahrzeugkategorie von den Parametern Hubraum, Höchstgeschwindigkeit und Leistung. Als Sonderformen der Kategorie Kraftrad gelten mehrspurige offene Fahrzeuge wie Quads, Trikes und Trials. Für kleine Motorräder fallen im Gegensatz zu Maschinen ab 50 ccm Steuern weg.