Das Cabriolet (Cabrio)

Das Cabriolet bezeichnet eine Karosseriebauform, bei der sich das Dach des PKWs über einen manuellen oder automatisch initiierten Mechanismus öffnen und schließen lässt. Aufgrund dieser besonderen Bauweise entwickelte sich der Fahrzeugtyp mit der Zeit zu einem Synonym für automobilen Fortschritt, Freiheit und Lebensgefühl.


Besondere Merkmale des Cabriolets

Das eingedeutschte Wort Kabriolett findet sich mittlerweile kaum noch als Bezeichnung für die Wagenklasse, die sich vor allem für Ausfahrten bei schönem Wetter eignet. Das Cabriolet basiert häufig auf der Coupé-Variante einer bestimmten Fahrzeugbaureihe und bietet daher zumeist ein sportives und dynamisches Design. Wer sich zwischen Coupé und Cabrio nicht entscheiden möchte oder kann, wirft einen Blick auf das Coupé-Cabriolet: Statt eines Stoffverdecks verfügt diese Variante über eine geschlossene Silhouette mit versenkbarem Dach. Diese stabilere Bauweise sorgt bei geschlossenem Verdeck für deutlich mehr Sicherheit im Falle eines Unfalls – üblicherweise profitiert davon auch die Geräuschkulisse im Inneren.

In der technischen Ausführung unterscheidet sich das Cabriolet deutlich von allen gängigen Festdachfahrzeugen auf dem Markt, da durch die fehlende Dachkonstruktion eine tragende Komponente fehlt, die wesentlich zur Stabilität des Fahrzeugs beiträgt. Für die nötige Steifheit des Wagens sorgen daher eine verstärkte Bodengruppe und A-Säulen, die bis zu den Türschwellern reichen. Zusätzlich werden immer mehr Cabriolets mit Kopfairbags ausgestattet, die bei einer Kollision eine höhere Schutzwirkung gewährleisten.

Vom Pferdewagen zum Kassenschlager – auch in Deutschland

Bis ins 17. Jahrhundert führen die Spuren des Cabriots laut Historikern zurück. Dabei handelte es sich ursprünglich um einen leichten, zweisitzigen Pferdewagen mit Verdeck, der über zwei Stangen mit dem Pferdegeschirr verbunden wurde. Zunächst in England verwendet, übernahmen dieses Modell später auch die Kutschenbauer aus Deutschland.

Während die Engländer und Amerikaner im 20. Jahrhundert schnell Gefallen an Cabriolets fanden, ließ diese Begeisterung in Deutschland zunächst auf sich warten. Noch bis zur Zeit des Wirtschaftswunders fuhren auf deutschen Straßen kaum Pkws mit zurückstellbarem Verdeck. Dies änderte sich jedoch zunehmend in den 80er- und 90er-Jahren. Spätestens der offene BMW E30 und der Mazda-MX-5 (als Sonderform Roadster) sorgten dann auch hierzulande für den endgültige Durchbruch des Cabrios.

Vor allem als Zweitwagen beliebt

Heutzutage gehört das Cabriolet zu den beliebtesten Karosseriemodellen, die sich viele als Zweitwagen für die Sommermonate zulegen. Nach wie vor ziehen die sportlichen Modelle dabei auf der Straße zahlreiche Blicke auf sich. Im Hardtop-Bereich erlangten sowohl das A4 Cabrio von Audi als auch der VW Eos und der Peugeot 307 CC einen guten Ruf auf dem Automobilmarkt.

Cabrios teilen sich oft ein Wechselkennzeichen mit dem Erstfahrzeug, wenn es sich um die gleiche Fahrzeugklasse handelt. Beliebt ist auch das Saisonkennzeichen für den offenen Fahrzeugtyp.

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