Das E-Kennzeichen

E-Kennzeichen gehören zu den modernen Sonderkennzeichen, die für Besitzer von Elektro- und Hybridautos interessant sein können und in einigen Städten und Gemeinden Vorteile bieten. Wir zeigen Ihnen, wie Sie das E-Kennzeichen erkennen und welche Voraussetzungen für den Erhalt erfüllt sein müssen.


Was zeichnet ein E-Kennzeichen aus?

Das E-Kennzeichen wurde nach dem 2015 verabschiedeten Elektromobilitätsgesetz eingeführt. Dieses Gesetz hat das Ziel, die Elektromobilität im Land zu fördern. Bis zum Jahr 2020 wünscht die Bundesregierung sich bundesweit eine Million Elektroautos. Dieser Anstieg soll durch Anreize für Besitzer von Elektroautos gesteigert werden. Zu diesen Anreizen gehört auch das E-Kennzeichen. Es gehört zu den Sonderkennzeichen und hat das Ziel, entsprechend förderungsfähige Fahrzeuge als solche zu kennzeichnen. Ziel der Kennzeichnung ist die Förderung des umweltfreundlichen Fahrens. Das E-Kennzeichen bietet eine Vielzahl an Vorteilen, wie beispielsweise

  • die Nutzung der Busspur,
  • das kostenlose Parken auf entsprechend ausgewiesenen Parkplätzen,
  • Prämien, etwa wenn das Auto nur mit Ökostrom geladen wird sowie
  • zusätzliche Förderungen je Elektrofahrzeug für Gewerbetreibende.

 

Diese Vorteile sind allerdings nicht einheitlich, sondern in den Städten unterschiedlich geregelt. So darf in ganz Hamburg beispielsweise kostenlos mit einem E-Kennzeichen geparkt werden, während in München Autos beim Laden an der Ladestation kostenlos an dieser geparkt werden können (Stand 2018). Diese Privilegien sollen im Laufe der Zeit einheitlicher werden, sind teils jedoch umstritten. Das Fahren auf der Busspur etwa wird vielerorts als Beeinträchtigung des öffentlichen Busverkehrs wahrgenommen. Auch die Ladestationen sind noch nicht in allen Städten flächendeckend vorhanden, sodass viele Fahrer zum aktuellen Zeitpunkt noch auf Hybridfahrzeuge setzen.

Optik des E-Kennzeichens

E-Kennzeichen sehen beinahe aus wie normale Nummernschilder. Der einzige erkennbare Unterschied besteht darin, dass sich auf der rechten Seite, also hinter der Buchstaben- und Nummernfolge, ein großes „E“ befindet, das für den elektrischen Antrieb des Autos steht. E-Autos müssen natürlich auch die üblichen TÜV Plaketten der Hauptuntersuchung sowie das Gemeindesiegel aufweisen.


Voraussetzungen für ein E-Kennzeichen

Ein E-Kennzeichen erhalten Fahrzeuge, die rein elektrisch betrieben werden, oder Hybridfahrzeuge, die aufgeladen werden und weniger als 50 Gramm Kohlenstoffdioxid je Kilometer ausstoßen beziehungsweise 30 Kilometer voll elektrisch fahren können. So sollen nicht nur reine Elektrofahrzeuge gefördert werden, sondern auch Hybridfahrzeuge, die sehr umweltfreundlich sind und den gesetzten Zielen der Bundesregierung entsprechen. Gleichzeitig soll durch die Möglichkeit, auch umweltfreundliche Hybrid-Fahrzeuge mit einem E-Kennzeichen zu versehen, die Akzeptanz für die E-Mobilität in der Gesellschaft gesteigert und ein Anreiz gesetzt werde, um auf ein umweltfreundlicheres und (teils) elektrisch betriebenes Fahrzeug umzusteigen.
Übrigens: Auch Kraftfahrzeuge mit einem E-Kennzeichen benötigen in Umweltzonen eine grüne Umweltplakette, die gut sichtbar in der Windschutzscheibe verklebt wird. Ansonsten droht ein Bußgeld.

Der Kostenfaktor

Ein E-Kennzeichen kann bei der Parkplatzsuche eine Menge Geld und Nerven sparen, aber es kostet auch: Die Ummeldung auf ein E-Kennzeichen kostet 27 Euro (Stand 2018) und kann an der Zulassungsstelle des jeweiligen Zulassungsbezirks beantragt werden. Voraussetzung ist, dass das Auto die technischen Anforderungen erfüllt. Es besteht jedoch keine Pflicht, sein Elektroauto mit einem E-Kennzeichen kennzeichnen zu müssen. Allerdings ist die Ummeldung aufgrund der vielen Zusatzrechte, die Fahrzeuge mit E-Kennzeichen genießen, in vielen Fällen durchaus empfehlenswert.

Kürzere Zeichenanzahl

Wenn auf dem bisherigen Kennzeichen alle acht Zeichen genutzt wurden, geht mit der Ummeldung zum E-Kennzeichen eine gekürzte Zeichenfolge einher. Durch das zusätzliche „E“ am Ende des Nummernschildes stehen bei diesem Modell nur noch maximal sieben Zeichen zur Verfügung. Autofahrer, die bisher nicht alle Zeichen auf ihrem Kennzeichen genutzt haben, können das alte Kennzeichen behalten und es lediglich um das „E“ ergänzen lassen.
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