Die Gasprüfung nach §41a der StVZO

Neben der üblichen Hauptuntersuchung ist für gasbetriebene Pkws eine zusätzliche Untersuchung Pflicht: die Gasprüfung. Die turnusmäßige Überprüfung Ihrer Gasanlage ist Voraussetzung für die erfolgreiche Hauptuntersuchung. Nachfolgend erfahren Sie, welche Besonderheiten bei der Gasprüfung nach §41a StVZO gelten und was die Überprüfung beinhaltet.


Wann und in welchen Intervallen muss die Gasanlage untersucht werden?

Die Gasanlage im Auto muss laut Gesetz alle zwei Jahre geprüft werden. Einmalige Ausnahme: Direkt nach dem Einbau gibt es eine gesonderte Abnahmeprüfung – danach beginnt der zweijährige Rhythmus.

Informationen zu den regulären Prüfterminen

Wenn das Prüfdatum in etwa in den gleichen Zeitraum fällt, in dem auch die Hauptuntersuchung stattfinden soll, ist die Gasprüfung unkompliziert. Sie können den Test häufig direkt mit in Auftrag geben und benötigen somit nur einen Termin für beide Abnahmen.

Bei nachgerüsteten Fahrzeugen kann dieses Datum allerdings abweichen. Beispiel: Ihr Wagen hatte im Juni 2016 die letzte Hauptuntersuchung, im August 2017 ließen Sie dann eine Gasanlage nachrüsten und abnehmen. Da beide Prüfungen nur jedes zweite Jahr fällig werden, überschneiden sie sich nicht. In solchen Fällen gilt, dass zum Zeitpunkt der HU die letzte Gasprüfung nach §41a StVZO nicht länger als zwölf Monate zurückliegen darf. Die Prüfstelle wird in der Regel eine Bescheinigung über die letzte Abnahme einfordern. Eine zu lange zurückliegende Gasprüfung kann also ein Grund dafür sein, dass Ihr Pkw die HU nicht besteht. In dem Fall müssten Sie die Untersuchung nachholen lassen, bevor die Hauptuntersuchung als bestanden gilt.

Prüfung auch nach Reparaturen und Schäden

Eine Gasprüfung wird auch dann fällig, wenn etwas an der Autogasanlage repariert oder ersetzt wurde. Genauso muss die Anlage untersucht werden, wenn das Fahrzeug Schaden erlitten hat. Nach einem Unfall sollten Sie das Kfz also so bald wie möglich von einer zertifizierten Werkstatt oder Prüfstelle begutachten lassen.

Das wird bei der wiederkehrenden Gasanlagenprüfung untersucht

Bei der Gasprüfung nach §41a StVZO werden alle Bauteile untersucht, die zur Gasanlage gehören. Einerseits wird von sachverständigen Prüfern beurteilt, ob die Gesamtanlage in einem intakten Zustand ist. Andererseits wird ermittelt, ob alle Komponenten sachgemäß eingebaut wurden und Einzelteile wie Ventile vorschriftsmäßig befestigt sind. Außerdem wird bei der Untersuchung getestet, ob alle Teile der Gasanlage dicht sind. Hat ein Fahrzeug die Gasprüfung nach §41a StVZO bestanden, stellt die Prüfstelle eine entsprechende Bescheinigung aus. Diese Bescheinigung sollten Sie gut verwahren, da sie, wie oben beschrieben, möglicherweise bei der nächsten Hauptuntersuchung vorgezeigt werden muss.


Eine notwendige Investition in Ihre Sicherheit

Halter gasbetriebener Autos müssen wegen der wiederkehrenden Gasanlagenprüfung mit zusätzlichen Kosten rechnen. Allerdings bewegt sich dieser Betrag in aller Regel im niedrigen zweistelligen Bereich und hat im Vergleich zu den Einsparungen durch Autogas kein Gewicht.

Die Prüfung soll dazu beitragen, die Sicherheit gasbetriebener Fahrzeuge zu gewährleisten. Da alle Komponenten auf richtigen Einbau und Dichtigkeit geprüft werden, kann durch die regelmäßige Untersuchung Schäden und Unfällen vorgebeugt werden. Außerdem wird sichergestellt, dass die Abgaswerte im zugelassenen Bereich liegen.

Was passiert, wenn ein Pkw die Gasprüfung nach §41a StVZO nicht besteht?

Sollten bei der Untersuchung Mängel festgestellt werden, gibt der Sachverständige keine Prüfbescheinigung aus. In diesem Fall wird der Sachverständige Ihnen auflisten, welche Probleme an der Gasanlage gefunden wurden. Sie müssen diese dann zeitnah in der Werkstatt Ihres Vertrauens beheben lassen und den Wagen anschließend erneut zur Gasprüfung vorfahren. Im Prinzip verhält es sich also ähnlich wie bei der Hauptuntersuchung: Es gibt erst dann eine erfolgreiche Abnahme, wenn alle Kritikpunkte nachweislich beseitigt wurden.

Wer kann die Gasprüfung durchführen?

Die Gasprüfung nach §41a StVZO kann in vielen Fällen gemeinsam mit der HU erledigt werden. Wichtig ist, dass die Prüfstelle die entsprechende Zulassung hat. Einrichtungen von TÜV und DEKRA sind mittlerweile in der Regel alle für die Gasprüfung zertifiziert. Ebenso ist es wahrscheinlich, dass eine Werkstatt die Prüfung abnehmen kann, wenn dort das Umrüsten auf Gasantrieb angeboten wird. Im Zweifel lohnt es sich, vorher bei der Werkstatt des Vertrauens anzufragen.

Gasprüfung nach §41a StVZO zusammengefasst

Die Gasprüfung nach §41a StVZO ist also für alle Halter von gasbetriebenen Fahrzeugen verpflichtend. Sie muss alle zwei Jahre stattfinden und darf nur von zertifizierten Prüfstellen durchgeführt werden. Mit dem richtigen Timing ist der Aufwand für die Zusatzprüfung nicht größer als der für die regelmäßige Hauptuntersuchung. Der Test dient der Sicherheit im Straßenverkehr und ist eine der Voraussetzungen für das Bestehen der HU.