Der Scheibenaustausch – Ablauf & Kosten

Unfälle, Steinschläge, starke Temperaturschwankungen und mehr: Es gibt viele Gründe, die eine Beschädigung der Scheibe hervorrufen und damit einen Scheibentausch notwendig machen können. Sind Risse, große Steinschläge und Co. erst einmal da, sollten schnellstmöglich die Experten einer Autoglas-Werkstatt konsultiert werden. Nachfolgend erfahren Sie, wie der Windschutzscheibentausch abläuft, worauf dabei geachtet wird und wer für die entstehenden Kosten in Bezug auf die Kfz-Versicherung aufkommt.


Wann ist ein Scheibenaustausch notwendig?

Es gibt mehrere Faktoren, die einen Scheibentausch notwendig machen können:

  • Steinschläge im Sichtfeld des Fahrers oder am Rand der Scheibe.
  • Generelle Steinschläge, die größer als eine Zwei-Euro-Münze sind.
  • Steinschläge, die sehr tief sind und mehr als eine Scheibenschicht durchbrochen haben.
  • Alle Arten von Rissen.

 
Ursächlich für solche Schäden können herunterfallende Äste, durch einen Sturm aufgewirbelte Gegenstände, wie beispielsweise Steine, oder auch ein Unfall oder gar der gefürchtete Einbruch sein. Ist die Scheibe gebrochen, zersplittert oder weist Risse auf, muss sie in jedem Fall ausgetauscht werden. Findet trotz vorhandener Mängel kein Scheibenaustausch statt, handelt es sich um eine Straftat, die ein Bußgeld in Höhe von 90 Euro und einen Punkt in Flensburg nach sich ziehen kann.

Kleine Schäden nicht unterschätzen

Auch kleinere Schäden an der Scheibe sollten nicht ignoriert werden, da sie ebenfalls schnell durch Erschütterungen beim Fahren zu einem Riss werden können, der die Scheibe instabil werden lässt. Trifft ein Stein auf die Frontscheibe und beschädigt dabei nur die oberste Glasschicht vom Sicherheitsglas, kann dieser Schaden unter Umständen repariert werden, ohne dass die gesamte Scheibe ausgetauscht werden muss. Dabei handelt es sich um die sogenannte Steinschlagreparatur, bei der der Schaden mit Harz aufgefüllt wird.

Wie wird der Scheibenaustausch durchgeführt?

Ist ein kompletter Austausch der Scheibe notwendig, wird die beschädigte Scheibe zunächst aus dem Auto herausgetrennt. Dank moderner Methoden werden Lack und Glas dabei kaum beansprucht. So entstehen weder Schäden beim Heraustrennen der Scheibe, noch gelangen Glassplitter in den Innenraum. Anschließend werden Klebezonen am Auto und am Glas vorbereitet, die durch den Einsatz von Hochleistungsklebstoff für eine perfekte Verklebung zwischen Karosserie und Glas sorgen. Als letzter Schritt wird die Scheibe vom Fachmann neu eingesetzt und fixiert. Beim Einbau sollte besonders darauf geachtet werden, dass die Scheibe höchsten Qualitätsstandards, ähnlich denen bei einem Autoneukauf, entspricht. Nach etwa einer Stunde ist das Auto in der Regel wieder abholbereit.


Wie viel kostet ein Scheibenaustausch und wer zahlt dafür?

Der Preis für den Austausch der kompletten Scheibe hängt von der jeweiligen Ausführung ab. Je nach Modell, Hersteller und (Sonder-) Funktionen der Frontscheibe liegt dieser zwischen 400 und 1.250 Euro. Ob der Schaden von der Versicherung übernommen wird, hängt von verschiedenen Faktoren ab, unter anderem von den genauen Vertragsbedingungen der jeweiligen Autoversicherung: Die alleinige Reparatur von Steinschlagschäden in der Windschutzscheibe wird in der Regel von der Teilkasko-Versicherung vollständig übernommen. Kommt es zu einem Riss, der einen Austausch der gesamten Windschutzscheibe nötig macht, muss gegebenenfalls die zuvor festgelegte Selbstbeteiligung gezahlt werden.

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