Das Beweissicherungsgutachten im Überblick

Wenn ein Fahrzeug kurz nach dem Kauf oder einer Reparatur Mängel aufweist ist es wichtig, ein sogenannte Beweissicherungsgutachten zu erstellen, um eventuelle Rechtsansprüche geltend zu machen. Ein Beweissicherungsgutachten stellt offiziell klar, ob das Fahrzeug bewusst manipuliert, unter falschen Angaben verkauft oder unsachgemäß repariert wurde. Im Rahmen von Gutachten zur Beweissicherung werden beispielsweise alte Unfallschäden ermittelt, um zu belegen, dass ein Verkäufer ein als unfallfrei deklariertes Fahrzeug unter falschen Angaben verkauft hat. Es liefert dem Verkäufer damit die Voraussetzung, rechtliche Ansprüche geltend zu machen. Beweissicherungsgutachten werden von qualifizierten Kfz-Sachverständigen erstellt.

Arten und Abgrenzung von Kfz-Gutachten

Hinsichtlich der Durchsetzung von Ansprüchen bei Fahrzeugschäden oder -mängeln bieten unterschiedliche Arten von Gutachten unterschiedlich hohe Sicherheit. Zu unterscheiden ist das vollumfängliche Gutachten zur Beweissicherung vom Kurzgutachten sowie von der einfachen Reparaturkalkulation beziehungsweise dem Kostenvoranschlag.

Ein Beweissicherungsgutachten durch unabhängige Kfz-Sachverständige bietet das höchste Maß an Absicherung im Schadensfall. Die Schäden und Mängel werden transparent dargestellt und alle im Hinblick auf die Regulierung der Schäden wichtigen Werte werden berechnet. Gutachten zur Beweissicherung zeigen zudem die rechtlichen Ansprüche auf, von denen viele ohne Beweissicherungsgutachten unberücksichtigt bleiben würden. Damit dienen solche Gutachten dem Überblick im Mängel- oder Schadenfall und bewahren Fahrzeughalter vor den schlimmsten Fehlentscheidungen.

Eine weniger umfangreiche Variante eines Kfz-Gutachtens ist das Kurzgutachten. Auch dieses wird von Kfz-Sachverständigen erstellt. Es eignet sich für Schäden geringerer Art, sogenannte Bagatellschäden.

Ein Kostenvoranschlag stellt eine einfache Berechnung der zu erwartenden Reparaturkosten dar und bietet im Schadensfall nur eine geringe Absicherung. Davon zu unterschieden ist die Reparaturkalkulation eines Sachverständigen. Diese kann vom Sachverständigen gegebenenfalls zu einem späteren Zeitpunkt genutzt werden, um ein Gutachten zur Beweissicherung anzufertigen.


In welchen Fällen ein Gutachten zur Beweissicherung benötigt wird

Es gibt eine Reihe von Schäden und Mängeln, zu deren Regulation ein Beweissicherungsgutachten erforderlich wird, damit Fahrzeughalter ihre Rechtsansprüche geltend machen können. Ein häufiger Fall ist das Verschweigen von Mängeln beim Verkauf. Manche Unfallfahrzeuge werden als unfallfrei verkauft. Ebenso sind fehlerhafte oder unzureichende Reparaturen ein häufiger Grund für Beweissicherungsgutachten. Auch Folgeschäden in Form vom Motor- oder Getriebeschaden können ein Gutachten erforderlich machen. Auch kleinere Manipulationen, wie etwa das „Drehen“ des Tachos, um die eigentliche Laufleistung zu verschweigen, bieten Grund zur Beanstandung.

Wie sich Ungereimtheiten bemerkbar machen können

Zu den typischen Symptomen für verschwiegene Mängel oder Unfallanzeichen zählen beispielsweise:

  • unkorrekte Spaltmaße der Türen, der Motorhaube oder des Kofferraums
  • ein verkehrsunsicherer Eindruck des Fahrzeugs
  • mangelnde Spurstabilität
  • auffallender Rost
  • abblätternder Lack
  • verhältnismäßig hohe Verschleißerscheinungen in Relation zur Laufleistung

 

Umfang des Beweissicherungsgutachtens

Sachverständige erheben zur Tatsachenfeststellung unter anderem die genauen Fahrzeugkenndaten, den aktuellen Erhaltungszustand sowie mögliche Vorschäden. Auch der Tachostand wird erfasst. Zur Tatsachenfeststellung gehört auch der Zustand der Reifen. Reparaturmaßnahmen, die zur Werterhöhung beitragen, werden ebenfalls ermittelt. Bei Unfallschäden werden diese detailliert aufgelistet und dargestellt. Dabei werden sie nach Art und Umfang bewertet und durch stichhaltige Fotos dokumentiert. Diese dienen dazu, im Rahmen einer noch folgenden Unfallanalyse auswertbar zu sein.

Sachverständige erheben zur Tatsachenfeststellung unter anderem die genauen Fahrzeugkenndaten, den aktuellen Erhaltungszustand sowie mögliche Vorschäden. Auch der Tachostand wird erfasst. Zur Tatsachenfeststellung gehört auch der Zustand der Reifen. Reparaturmaßnahmen, die zur Werterhöhung beitragen, werden ebenfalls ermittelt. Bei Unfallschäden werden diese detailliert aufgelistet und dargestellt. Dabei werden sie nach Art und Umfang bewertet und durch stichhaltige Fotos dokumentiert. Diese dienen dazu, im Rahmen einer noch folgenden Unfallanalyse auswertbar zu sein.

Wo ein Gutachten zur Beweissicherung erstellt wird

Zuständig für die Erstellung eines Beweissicherungsgutachtens sind qualifizierte Kfz-Sachverständiger. Diese können die Begutachtung des Fahrzeugs an unterschiedlichen Stellen durchführen. Ein Unfallfahrzeug kann unmittelbar am Unfallort begutachtet werden. Auch eine Beurteilung in der Werkstatt ist möglich. Sachverständige können auch den aktuellen Standort eines mangelhaften oder verunfallten Kfz aufsuchen. Ebenso kann die abschließende Begutachtung direkt am Sachverständigen- oder Ingenieurbüro stattfinden. Das Risiko der erstellten Prognose hat in jedem Fall der Verursacher des Schadens zu tragen.

Warum ein Beweissicherungsgutachten benötigt wird: rechtliche Relevanz

Ein qualifiziertes Beweissicherungsgutachten dient der technischen Beweisaufnahme. Gegenüber Anwälten oder Gerichten helfen Gutachten bei Beweissicherung in Rechtsstreitigkeiten. Damit unterstützen sie Kläger bei der Durchsetzung von Forderungen. Qualifizierte Gutachten tragen zur Klärung und damit zur Entscheidungsfindung bei. Technische Gutachten legen offen, welche Ursachen die Schäden haben und ob es einen Verantwortlichen gibt. Umfang, Reparaturmöglichkeiten und Reparaturkosten sind dabei einige der für die Schadensregulierung zentralen Parameter.